Mein Leben in der Niemandsbucht (von Handke)

– habe dieses Buch tatsächlich zum xten Mal weiterempfohlen, wegen des Abschieds von Welt in Sprache.

Nun setze ich mich häufig um – in Abschied

Und bin erstaunt, wie Erinnerungen wirken. So, als wären sie echt und ich ihr Inhaber, eine eigene Reminiszenz – ein Zuschauer meines Bühnenlebens – das immer real war, gespielt oder bestürmt. Wie eine Präambel vom Leben, wie eine Vorbereitung darauf. Und da ich in Vorbereitung auf mein Leben verharre, wirken die Erinnerungen geschaffen als Manifest beinahe – obwohl ich damals schon lebte, als würde ich mich auf etwas vorbereiten. Es sollten sie mal da draußen nicht so schnell vorentscheiden.

Wie klar die Figuren in Büchern und Filmen dagegen. (Erschreckend klar)

Auch ich erschien möglicherweise zu klar, zu eindeutig.

Wohl möglich: dass sie mehr in Vorbereitung hatten als ich.

Da sind die im Vorteil, die das nicht planen, sondern sind – wie sie wirken und weniger wie sie zu sein scheinen.

Heute gelten nichtmal Häuser als gesichert.

Mein Leben in der Niemandsbucht


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