Songs

– die so gut sind – so eingängig und leicht und redundant, echt spooky, ausgerechnet Elena hätte ich haben können – für zwei Wochen – sie las keine Bücher – du wirst zu dem mit Konkubine oder zum Geschäftsführer, der sich eine erlaubt.

Stattdessen wurde ich Prophet. Wusste 19 jährig alles besser und das auch unausgewogen.

Ich war nicht radikal, nicht bürgerlich – ich kannte mich weder mit Revolten aus noch mit Vögeln oder Diebstahl – wer will 19jährig Regeln oder Mäßigkeit – Robert machte es mir vor: erst klauen dann schauen – und weg.

Der gute Song verölt dein Ohr: wenn erst Elena vom nackten Baron erzählt. Du siehst : Es macht einen Unterschied.

In der Timeline die schlechten wie guten Songs, die ihr Gesicht wandeln. Die Songs wie dein eigenes Echolot: wie du es brauchst: stabilisierend und regressiv – das lässt sich wiederholen – Tape rauf Tape runter – wenn Zeit ist und du sie nicht zu nutzen weißt

Was wollen die Herren dort – ich bin nicht fertig mit euch, ihr verwüstet noch immer mein Hirn

Songs

Frage lieber nach: hat noch irgendjemand das Bedürfnis zu sprechen, die Hand zu erheben, seine Stimme?

Solange so Figuren wie X.x oder Z.z oder A.b. in der Lit-Szene das Zepter schwingen, werde ich den Teufel tun, diesen Provinzfürsten jemals eine Chance zu geben, mich auf ihren Provinzialismus zu reduzieren, da überlasse ich mein Werk lieber einem Nachlassverwalter

So einige ziehen ihre Energie aus unterstellter Phobie – abgeschwächt formuliert: aus einem erfundenen Ressentiment – sie unterstellen gleich und vor allem Leuten ihres eigenen Kreises alle möglichen Phobien und übersehen dabei, dass sie selbst die Phobien transportieren – ein Kalkül –

Mir wird schlecht vor dem Gedanken, wie viele dieser Leute ihre Stimme erheben und sich selbst zum Maßstab der Dinge erklären – weniger Eifrigkeit würde ihnen gut zu Gesicht stehen, stattdessen verwässern sie die Diskurse durch ihr massives Auftreten, nach dem du Qualität von Masse nicht mehr unterscheiden kannst.

Als stünden sie mit Diktaphon auf dem Balkon und hielten Bergpredigten

Missionare ihres Wetteiferns

Dass auch ich unsachlich werde in diesen Gefechtsstellungen, deutet darauf, dass all das Geschrei eben nicht absichtslos vonstatten geht, sondern nach freier Fahrt ruft für die, die schneller am Ziel sein wollen – damit sie ihre Balkonreden halten, sie ihre Kunstvorstellungen diktieren, sie die Regeln entwerfen A wie sie mir zum Hals raushängen B wie sie schamlos anderer Leute Räume begrenzen C wie sie nur sich und ihre Ideen sehen und das auch noch als progressiv bezeichnen : inzwischen erahne ich ihre Vorliebe für Diktat und Obligation – sie nennen es auch noch „Liebe zur Literatur.“

Mehr Glanz als Chance.

https://open.spotify.com/playlist/0RHOYa9oqJNWB7xV7n9P7J?si=VVQLCbAhRTmBO6oBJgpH8Q

 Blunatek – Trollsolo – Verhoovensjazz – Clemens Verhooven