Das Internet Desaster
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Das Internet Desaster

– die Alleinherrschaft – neue Wirtschaftsmodelle rein wie raus – nicht, wer die besseren Partner hat, gewinnt, sondern wer schneller ist als seine Partner.

Es tauchen Nobodies aus der Rauchwolke ihres letzten Deals auf und erwarten Museumsplanung, die sie umsetzen und meistbietend weiterreichen

Das Weltwirtschaftsforum empfiehlt ein Leben auf Pump – arm sein mache glücklich, wenn man wisse, wie und wo man seinen Bedarf auf Anleihe gestillt bekommt.

Vor dem war eine Gesellschaft vieler Nobodies, bei Laune gehalten durch spekulativen Zauber aus der Kiste der Illusionen, Aol öffnete die Tür ins Internet und Boris rief : ich bin drin

Frei assoziiert : Porno für alle (wo drin bin ich?)

Nun galt es sich erkennbar zu machen, vom Nobody Abschied zu nehmen und zu behaupten: Ich bin auch da – endlich da – und drin wie in.

Unter den Vorzeichen der plötzlich gewonnenen Redefreiheit gingen Hausfrauen auf Männer los und Männer auf Kinder, die setzte man zu ihrem Schutz vor den Gernseher – hier und da ging man Kaufhäuser angucken, Filme und verunreinigte Straßen – und zog sich zurück ins Innere der Wahrnehmung, das für alle plötzlich sichtbar wurde – Nobodies wurden Stars und schütteten sich aus.

Die Straßen leerten sich, coronabedingt, niemand wollte wahrhaben, dass ein paar pfiffige Leute jeden, der sich ihnen zeigt, auf Trip und Klick folgt – und die Angebote entlang seiner sichtbar gewordenen Wehwehchen anpasste (ich hab ja nichts zu verbergen) – dass auch frau empfänglich ist für solche Leitplanken, kein Geheimnis.

Das Digitale spült den Magen, die Leber, das Herz – sich zu empören gibt es genug: Massentierhaltung, verstopfte Straßenbahnen, weggespülte Dörfer, von Corona umgebrachte Feunde, Corona leugnende Feiheitswütende.

Real wäre es eine überwindbare Pest geworden. Digital wurde es eine Pandemie mit sichtbar roten Flecken auf den Landkarten

Das Internet Desaster – Dow Jones, S&P und Dax und Co jagen von Hochpunkt zu Hochpunkt – das lässt sich real nicht erklären, aber virtuell anfüttern – die Alleinherrschaft geteilt durch seine oligarchische und monopolistische Phantasie – so schön war es noch nie, nichtmal in Brave New World – liest sich wie ein Comic inzwischen

Vor Jahren rief ich, wo bleiben die Philosophen, Schriftsteller und Künstler – da ich kein -Innen anhängte, wurde meine Frage überhört.

Glauben Sie aber, es hätte sich anders dargestellt, wenn ich die Philosophinnen, Schriftstellerinnen und Künstlerinnen angesprochen hätte, wohlwissend, dass das generische Maskulinum keine Sprech- und Sprachgerechtigkeit erzeugt

Wohlwissend, dass Frauen zwar sprechen (dürfen) – aber dort, wo Entscheidungen gefällt werden, in der Minderheit sind und wir wohl noch fünfzig oder hundert Jahre warten müssen, bis die allgemeine Verantwortung eine weiblichere oder gerechtere geworden ist – auf dem Weg dorthin sich die Alleinherrscher unserer Kapazitäten bedienen und uns Vorschläge unterbreiten, welche Insel wir mit welchem Auto und mit welchem Süßzeug besuchen sollen.

Peinlich – peinlich – dass wir uns das bieten lassen.

Es mag der Bequemlichkeit geschuldet sein, dem Wunsch nach geteilter Freude, dem geteilten Leid.

Trotzdem oder deswegen wachsen die Potentiale der uns steuernden Firmen, wir dagegen scheinen zu schrumpfen.

Als es noch darum ging, Hass und Termini der Feindseligkeit zu bekämpfen, war ich Verfechter eines digitalen Passes, einer Identmarke pro I-Net Nutzerin und -Nutzer – das aber hätte dazu geführt, dass, wer im Besitz von Algorithmus und Code ist, jeden einzelnen noch weiter aushöhlt bzw. umpolt zu vollendeter Konsumentin, zu vollendetem Konsumenten.

Ein Zurück auf die Bäume gibt es nicht, abgesehen davon, dass auch sie nicht mehr halten, was sie versprechen – (plötzlich ist Papier knapp – das Versprechen auf papierlose Büros lässt ebenso auf sich warten)

Was helfen würde : sich unsichtbar machen, sich tarnen, sprich : sich selbst aus dem Rennen nehmen und anonymisieren.

Der Browser meiner Wahl ist derzeit Brave – da können all diese Monsterfirmen mich nicht sehen – kein Profil von mir erstellen und keine Daten sammeln – ich bleibe anonym. Und besuche das Internet nicht mehr zur Exploration meiner selbst, sondern um objektiv auf dem Stand der Dinge zu bleiben.

Sprich : keine Identmarken bitte, sondern anonym bleiben und safe – und nicht mehr dem calvinistischen Zockermodell folgen, sondern sich der eigenen Seele widmen. Davon habe ich noch eine.

Schreib dir das hinter die Ohren und handle danach! Auch wenn du vorübergehend wie abgetaucht erscheinst – glaub mir : wer sich sucht, findet sich! Dazu brauche ich keine Bevormundungsorgien – btw – wenn nur zehn Prozent (die zehn Prozent mit Verstand) danach handeln, ist das derzeitig verwüstete Internet bald überwunden und wieder frei! Dem Herrschertypus entkommen, sagen die einen : kannst du nur durch Konfrontation und Widerstand – vergiss es : du musst ihm seine Volt nehmen, seine Zugriffsmöglichkeit!

Im Sinn der Feiheit. //Predigt off

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