Weihnachten
Weihnachten

Weihnachten

Unterscheidet sich

Die Jahre, da ich allein durch die Straßen zog und mir eine Frau zu bleich erschien, ich rief, es begegnet mir der Tod, ich spiegelte mich in ihr als Sterbeprozess – ich war dem Tod näher als sie, und sie der aschfahle Gegenbeweis. Sie schnaufte vorbei.

Jahre später blieben die Kerzen aus und das immer deutsch wirkende Weihnachtsgetue, wir saßen unter Palmen und wurden stündlich angerufen, da Mutter im Sterben lag

Weitere Jahre später war auch ihr Mann, mein Vater, tot, er sollte uns auf der Insel erwischen und als wäre es eine verwunschene Geschichte – dass er es war, der die Glocke läutete. Die Todesglocke.

Heute scheint es mir, als würde ich die Geburt Jesu verwechseln mit einem Totensonntag.

Die schönsten Weihnachten erlebte ich bei einem Konzert um Mitternacht herum mit The Fall in der Volksbühne, existentialistisch unnahbare Gefühle.

Heute sehe ich die Kartoffel beim Fisch auf dem Teller von Robert.

Eileen, sag, Eileen, warum ist die Literatur so im Arsch, Eileen, das haben wir so nicht verdient.

Hey, Robert, du verwechselst da was, was du so siehst ist nicht was ist. Recht hast du, trotzdem haben wir das nicht verdient. Ich brauch wieder was für meinen Brain – (klopft sich auf den Kopf) eine Pause von all dem Geschrei – um Kopfsalat Kartoffelpuffer und Trockenobst – merkst du es nicht? Die Besten waren immer die posthum Gebrachten.

Kein Anschluss unter dieser Nummer – manchmal angetan von Aura von Charisma

In den Bäumen sitzen die Vögel und schlafen auf den Spitzen ihrer Abflugsrouten

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